Bei den auf dieser Website vorgestellten Inocyben handelt es sich überwiegend um eigene Funde im Wesentlichen aus Deutschland, aber auch aus angrenzenden und anderen Ländern. Fremdfunde wurden entweder von uns bestimmt oder in jedem Fall von uns (auch mikroskopisch) überprüft.  Finder und Bestimmer werden jeweils unter den Fotos genannt.

 

Unter "Kurzbeschreibung" wird eine allgemeine Kurzdiagnose der Inocybe-Art oder -Varietät verstanden, und die Mikrofotos stammen in der Regel aus neuerer Zeit, es sei denn, es ist anders vermerkt.

 

Achtung: Die hier vorgestellten Konzepte für die Arten und Varietäten der Inocyben sind als vorläufige Einteilungen zu sehen. Insbesonders durch die Ergebnisse von DNA-Analysen unserer Funde sowie der verschiedenen Forscher-Teams ist aber damit zu rechnen, dass alle bisherigen Konzepte der Artabgrenzung noch gründlich auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Insofern ist die Bearbeitung einer so formenreichen Gattung wie Inocybe keine Angelegenheit von starren Systematiken. Offenheit für notwendige Veränderungen ist mithin eine Voraussetzung für deren Bearbeitung.

Etliche der hier aufgeführten Arten, Varietäten und/oder Formen wurden mit anderen Arten synonymisiert (vgl. z.B. Kuyper 1986; Stangl 1989).

Wie allerdings die neuerdings von unterschiedlicher Seite durchgeführten DNA-Analysen zunehmend zeigen (vgl. etwa die Inocyben in der GenBank), müssen sehr viele dieser Synonymisierungen wieder rückgängig gemacht werden und gibt es eher mehr als weniger Arten als angenommen. Unsere eigenen inzwischen mehr als 1400 eigene DNA-Analysen bestätigen diesen Befund.

Daher scheint es zunächst einmal opportun zu sein, von renommierten Inocybologen (wie z.B. Kühner) definierte und beschriebene Arten wieder als solche zu ihrem Recht kommen zu lassen, nach dem Prinzip: in dubio pro reo. Sollte sich bei einer späteren DNA-Analyse erweisen, dass es sich bei der einen oder anderen dieser Arten doch nicht um eine eigene Art handelt, ist es wesentlich einfacher, diese Inocyben-Exsikkate umzubenennen als aus dem "Pool" einer Sammelart wieder einzelne Funde herauszufiltern.

 

Manche Kurzbeschreibungen wurden und werden durch Aufzeichnungen aus dem Herbar von Horst Glowinski ergänzt, der eng mit Johann Stangl zusammenarbeitete und ein ausgezeichneter Kenner der Inocyben gewesen ist.

 

                                                      ***

 

Sämtliche Mikroaufnahmen stammen von Ditte Bandini und wurden mit einem Leica DM 750-Mikroskop in Verbindung mit einer Zeiss AxioCam ERc5s durchgeführt. Hierbei wurden nur KOH 3% und zuweilen Waterman-Tinte benutzt.

 

Verwendet wurden zur Bestimmung von uns die Schlüssel von Bon 1997-1998, Enderle & Stangl 1981, Kuyper 1986, Stangl 1989, Outen & Cullington 2011, Funga Nordica 2012 und Gminder 2010 (Großpilze von Baden-Württemberg Bd. 5) sowie die Inocybe-Monographien von Alessio 1980, Heim 1931, Kobayashi 2002, Ferrari 2006, 2010 und etliche weitere Bücher (z.B. Breitenbach & Kränzlin 2000, Pilze der Schweiz Bd. 5) sowie mehrere hundert Artikel zum Thema Inocybe.

 

Unsere eigenen Funde wurden mit einer Panasonic Lumix GH2 mit einem Objektiv Leica DG Macro-Elmarit 1:2,8/45 mm fotografiert. Die RAW-Dateien wurden anschließend mit dem Programm Silkypix Developer Studio 4.0 entwickelt.

 

Von allen Funden besitzen wir Exsikkate. Von jeder hier gezeigten Art, Varietät oder Form wurde oder wird zudem eine ausführliche Dokumentation mit eingehender Diskussion erstellt.

 

Für Anregungen und Korrekturen sind wir dankbar.

 

Wir freuen uns über gut dokumentierte Exsikkate weiterer Inocybe-Arten, -Varietäten und -Formen.

 

Ditte Bandini und Bernd Oertel

November 2016



 

Taxonomie:

Dr. Ditte Bandini, Panoramastr. 47, 69257 Wiesenbach

 

 



DNA:

Dr. Bernd Oertel, INRES, Universität Bonn, Auf dem Hügel 6, 53121 Bonn